Plasmafraktionierung
Baxter war Pionier in der Plasma-Aufbereitung und ist heute eines der weltweit führenden Unternehmen in der Plasma-Verarbeitung. Als erstes großes Pharmaunternehmen erkannte Baxter die Bedeutung der 1946 an der Harvard-Universität entwickelten Technologie zur Auftrennung von humanem Plasma in seine unterschiedlichen aktiven Komponenten. Diese ermöglichte es, den kostbaren Rohstoff um ein Vielfaches sparsamer zur Gewinnung vielfältiger lebenswichtiger Arzneimittel zu nutzen.
Mit der Übernahme der österreichischen Immuno AG, des europäischen Vorreiters in der Plasmafraktionierung im Jahr 1996 wurde Baxter zu einem der weltweit innovativsten Produzenten von Plasmaprodukten.
Von der Plasma-Spende zur Verarbeitung
Das Plasma stammt von qualifizierten Spendern und wird zum Großteil von Baxter-Spenderzentren in Europa und den USA bezogen. Im zentralen Plasmalager in Wien werden die Plasma-Spenden gelagert und erst nach einer definierten Haltefrist zur Produktion freigegeben. Zur Freigabe werden routinemäßig umfangreiche Testungen auf Abwesenheit viraler Pathogene (viraler Krankheitserreger) durchgeführt. Die großtechnische Anwendung der bahnbrechenden Technologie gelang Baxter 1994 als erstem Unternehmen der weiterverarbeitenden Plasma-Industrie. Freigegebene Spenden werden sodann zu Plasma-Pools für die Weiterverarbeitung zusammengestellt und einer weiteren Reihe von Tests unterzogen.
Bis heute ist Plasma eine unersetzliche Rohstoffquelle für viele lebensrettende Produkte. Wien-Donaustadt ist einer der größten Plasmafraktionierungs-Standorte weltweit. Aus dem wertvollen Rohmaterial wird hier das weltweit umfangreichste Portfolio an plasmabasierten Produkten erzeugt. Die 18 Endprodukte kommen in der Behandlung von Blutgerinnungsstörungen (Hämophilie), Immunschwäche sowie in der Chirurgie und Intensivmedizin zum Einsatz.
Wirkstoffe aus menschlichem Plasma - Plasmafraktionierung
Die Plasmafraktionierung umfasst die Auftrennung und Reinigung therapeutischer Proteine (Eiweiße) aus menschlichem Plasma zu konzentrierten und virusinaktivierten Wirkstoffen.
- In der Rohfraktionierung wird das Plasma zunächst aufgetaut, Gerinnungsfaktoren und Inhibitoren werden abgetrennt.
- In der Alkoholfraktionierung gewinnt man danach in einem mehrstufigen Prozess Immunoglobulin und Albumin.
- Die einzelnen Produktfraktionen werden sodann gereinigt, aufkonzentriert und virusinaktiviert. Die Virusinaktivierung erfolgt durch chemische und thermische Verfahren sowie durch Nanofiltration.
- Der fertige Wirkstoff-Bulk wird danach einer Qualitätskontroll-Testung unterzogen und zur pharmazeutischen Weiterverarbeitung weitergereicht.
