Infusionstherapie

Infusionstherapie

Flüssigkeits- und Volumenersatz

Eine Infusionstherapie wird durchgeführt, um Dehydratation oder Hypovolämie zu verhindern oder auszugleichen. Dehydratation führt zu Leistungsabfall, in weiterer Folge zu Bewusstseinsstörungen und schließlich zu Nieren- und Herz-Kreislaufversagen. Eine Hypovolämie geht mit einem Abfall des Blutdruckes und Anstieg der Herzfrequenz, verminderter Durchblutung peripherer Organe sowie erniedrigter Harnmenge einher und führt letztendlich ebenfalls zum Organversagen.

Störungen im Wasser- und Elektrolythaushalt

Je nach Wassergehalt des Organismus und der Plasmaosmolalität (Tonizität) wird zwischen hypertoner, isotoner und hypotoner Dehydratation unterschieden.

Eine übermäßige Abnahme der Körperflüssigkeit durch pathologisch verringerte Flüssigkeitsaufnahme oder krankhaft gesteigerten Flüssigkeitsverlust führt zur Exsikkose. Die Verminderung der im Kreislauf zirkulierenden Blutmenge wird ebenfalls durch äußere Verluste oder durch Umverteilung innerhalb des Organismus wie kapilläre Lecks bei einer Sepsis hervorgerufen.

Diagnose

Neben der Anamnese liefern die typischen Symptome wichtige Hinweise. Der Hydratationszustand eines Patienten kann durch die Dokumentation des Gewichtsverlaufes bestimmt werden - eine rasch eintretender Abnahme von zwei bis sieben Prozent des Körpergewichtes deutet auf eine leichte bis mittlere Dehydratation hin, ab sieben Prozent spricht man von einer schwere Dehydratation. Laboruntersuchungen – Messung von Elektrolytgehalt und Osmolalität von Plasma und Urin, Blut-pH-Wert und Albuminkonzentration – untermauern die klinischen Untersuchungsergebnisse.

Therapie

Es werden verschiedene Infusionsgruppen unterschieden

  • Kristalloide Infusionslösungen, z. B. Vollelektrolytlösungen. Diese werden als Trägerinfusion benutzt und sind für kurzfristigen Volumenersatz geeignet.
  • Kolloidale Infusionslösungen (sogenannte Plasmaersatzstoffe) werden zum raschen Volumenersatz bei Hypovolämie oder Blutverlust eingesetzt. Man nennt sie auch Plasmaexpander, da ihre intravasale Volumenwirkung infolge des kolloid-osmotischen Drucks größer ist als das infundierte Volumen. Man unterscheidet zwischen körpereigenen und körperfremden kolloidalen Infusionslösungen.
  • Wässrige Lösungen
  • Korrigierende Lösungen (sogenannte Pufferlösungen)

Baxter bietet Infusionslösungen zur Flüssigkeitssubstitution und zum Volumenersatz, ebenso zur Osmotherapie. Darüber hinaus stellt Baxter unterschiedliches Zubehör für Transfusionstherapien zur Verfügung: Verabreichungs- und Kathetersystemen für die Pumpen- oder Schwerkraftinfusion, Port- und Spülsysteme sowie nadellose Systeme speziell für die Zytostatikazubereitung (Chemo-Aide).