Parenterale Ernährung

Parenterale Ernährung

Optimale Ernährungstherapie

Eine optimale Ernährungstherapie und somit ein guter Ernährungszustand des Patienten sind die Basis für alle weiteren Therapien. Totale parenterale Ernährung enthält alle für das Wachstum und die Erhaltung der funktionellen Körpermassen notwendigen Bestandteile: Wasser, Aminosäuren, Glukose, Fett, Elektrolyte, Vitamine und Spurenelemente. Eine bedarfsdeckende parenterale Ernährung erfolgt meist über einen zentralvenösen Zugang.

Indikationen für die parenterale Ernährung

Parenterale Ernährung wird bei Patienten durchgeführt, bei denen eine Bedarfsdeckung mittels oraler oder enteraler Ernährung nicht oder nicht ausreichend möglich ist, um entweder eine manifeste Mangelernährung zu behandeln oder deren Entstehung vorzubeugen.

Unter Mangelernährung versteht man jede Störung des Ernährungszustandes durch die mangelnde Zufuhr/Aufnahme oder mangelnde Verwertung von Nährstoffen und/oder durch die Beeinträchtigung des Stoffwechsels (Katabolie). Ursachen für Mangelernährung können einerseits verschiedene Krankheiten (Krebs, Erkrankungen des Gastrointestinaltraktes, schwere psychische Störungen, ...) andererseits aber auch altersbedingte, soziale und psychosoziale Faktoren sein.

Mangelernährung

Rund ein Viertel aller Krankenhaus-Patienten leidet unter Mangelernährung. Besonders davon betroffen sind chronisch Kranke und onkologische Patienten. Mit 5-25% ist die tumorbedingte Kachexie eine der häufigsten Todesursachen von Tumorpatienten. Die in absoluten Zahlen größte Risikogruppe für Mangelernährung ist die Gruppe der geriatrischen Patienten. Jeder zweite Patient über 75 Jahre ist schon bei seiner Aufnahme in das Krankenhaus mangelernährt. Bereits im Jahr 2003 wies der Europarat auf diese alarmierende Situation hin.

Eine spezielle Gruppe der mangelernährten Patienten ist jene der Hämodialyse-Patienten. Während der Hämodialyse kommt es zu einem Verlust von Nährstoffen, insbesondere von Glukose und Aminosäuren, den man durch eine parenterale Ernährung während der Hämodialyse, der sogenannten intradialytischen parenteralen Ernährung (IDPN), kompensieren kann.

Erfahren Sie in einem Video mehr über die intradialytische parenterale Ernährung:

Video "Intradialytic Parenteral Nutrition" starten (Dauer: 17,36 min)

Folgen der Mangelernährung

Die Folgen von Nährstoffmängeln reichen von allgemeiner körperlicher Schwäche über erhöhtes Infektionsrisiko, gestörte Wundheilung nach Operationen, erhöhtes Sturz- und Frakturrisiko bis hin zur Pflegebedürftigkeit und schließlich einer erhöhten Sterblichkeit. Die Prognose ist umso besser, je früher die Mangelernährung diagnostiziert und eine spezielle Therapie eingeleitet wird.

Frühzeitige Diagnostik der Mangelernährung

Mit Hilfe einfacher Screeningmethoden wie beispielsweise des NRS (Nutritional Risk Screening) kann man bei einem Patienten schnell und einfach abschätzen, ob das Risiko für eine Mangelernährung besteht. Ist dies der Fall, soll im nächsten Schritt der Ernährungsstatus mittels SGA (Subjective Global Assessment) festgestellt werden. Dabei wird der Ernährungszustand des Patienten durch Anamnese und klinische Untersuchung ermittelt. Nach den erhobenen Daten teilt man den Patienten in gut genährt (SGA A), mäßig mangelernährt, bzw. Verdacht auf Mangelernährung (SGA B) oder schwer mangelernährt (SGA C) ein.

All-in-one-Systeme für die parenterale Ernährung

Baxter stellt für die parenterale Ernährung ein umfassendes Produktportfolio zur Verfügung: Der praktische Dreikammerbeutel OliClinomel enthält Fette, Aminosäuren und Glukose, das Zweikammerbeutelsystem Clinimix lediglich Aminosäuren und Glukose in unterschiedlicher Konzentration. Um auch hinsichtlich der essentiellen Mikronährstoffe eine vollständige und ausgewogene Ernährungstherapie zu gewährleisten, können Vitamine (Cernevit) und Spurenelemente bequem über den Zuspritzport der Beutel beigefügt werden. Weiters steht neben der Lipidemulsion ClinOleic auch noch die Aminosäurelösung Primene zur Verfügung.

Weiterführende Informationen

Mehr Information zu den Produkten und zur parenteralen Ernährung finden Sie auf unseren Produktseiten sowie auf den angeführten Websites der Fachgesellschaften.