FSME

Eine Krankheit mit Folgen

Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) ist eine durch Zecken (Ixodes ricinus) übertragene virale Infektionskrankheit, die zu Entzündungen des Zentralnervensystems führen kann (Gehirn, Hirnhaut, Rückenmark).

Die FSME verläuft in zwei Phasen, wobei in bis zu zwanzig Prozent der Fälle die erste Phase nicht wahrgenommen wird. Beim typischen zweiphasigen Verlauf kommt es nach einer Inkubationszeit von sechs bis 14 Tagen zu uncharakteristischen Symptomen eines fieberhaften Infekts (meist unter 39°C). Diese erste Phase ist dadurch bedingt, dass das Virus in das Blut gelangt. Die Symptome klingen nach ein bis acht Tagen wieder ab.

Bei etwa einem Drittel der Infizierten tritt nach einem beschwerdefreien Intervall von ein bis acht Tagen eine weit schwerere, zweite Erkrankungsphase auf, die durch deutlich höheres Fieber (bis über 40°C), Kopfschmerzen und Nackensteifigkeit charakterisiert ist – Symptome, die auf einen Befall des Nervensystems hinweisen. Das Virus hat nun die Blut-Hirn-Schranke überwunden und hat das Gehirn und die Gehirnhäute infiziert. Im weiteren Verlauf kann es zu Bewusstseinsstörungen, Hirnnervenlähmungen, Koordinationsstörungen und Lähmungen an Armen und Beinen kommen. Schwere Verlaufsformen können zu Dauerschäden wie Lähmungen oder lang dauernder Rekonvalszenz führen; circa zwei Prozent der Erkrankungsfälle verlaufen tödlich.

Eine Therapie der FSME-Erkrankung ist nach heutigem Wissen nicht möglich, es können nur die Symptome behandelt werden. Der einzige wirksame Schutz gegen die FSME ist die FSME-Impfung. Der Impfstoff ist eine österreichische Entwicklung und wird seit mehr als dreißig Jahren in Österreich hergestellt.

Erfahren Sie mehr über die jährliche Zeckenschutz-Impfaktion in Österreich.

Weiterführende Informationen

Informieren Sie sich auf folgenden Websites im Detail über die FSME, die Zeckenschutzimpfung und die Gefahren, die von den Zecken ausgehen.

Borreliose

Borreliose ist eine Erkrankung, die durch den Stich einer borrelienverseuchten Zecke übertragen wird. Gegen die Borreliose gibt es keine Impfung. Die bakterielle Erkrankung ist jedoch mit Antibiotika gut zu behandeln.

Die Erkrankung beginnt mit einem roten schmerzlosen Fleck um die Einstichstelle („Wanderröte“), mit oder ohne Beteiligung der regionalen Lymphknoten. Der rote Fleck tritt nicht nach jedem Stich auf und verschwindet auch ohne Behandlung wieder, während die Infektion selbst jedoch fortschreitet. Im weiteren Verlauf kann die Borreliose nach Wochen, Monaten oder Jahren unterschiedlichste Organsysteme befallen, wie Haut, Nervensystem, Gelenke, Muskeln, Augen oder Herz. Eine frühzeitge Diagnose ist wichtig um Spätfolgen zu verhindern, wie z. B. die bakterielle Gelenksentzündung (Lyme-Arthritis). Die Therapie der Wahl ist die rechtzeitige Gabe von Antibiotika.

Wichtiger Hinweis

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