Hepatitis A
Nicht mehr nur eine „Reisekrankheit“
Die Hepatitis A ist eine virale Erkrankung, die nach einer Inkubationszeit von zehn bis vierzig Tagen zu uncharakteristischen Beschwerden wie Übelkeit, Bauchschmerzen, Erbrechen, Fieber und Durchfall führt. Die Erkrankung kann mit Gelbsucht einhergehen.
Meist tritt die Hepatitis A in Österreich nach einem Aufenthalt in Risikogebieten, z.B. Südeuropa auf. Allerdings werden auch vermehrt Infektionen in Gemeinschaftseinrichtungen verzeichnet, weshalb der österreichische Impflan die Impfung gegen Hepatitis A für Kinder vor Eintritt in eine Gemeinschaftseinrichtung empfiehlt. Die Übertragung der Viren erfolgt über Lebensmittel (z.B. Muscheln oder schlecht gereinigtem Salat) oder Wasser, sowie durch Schmutz- und Schmierinfektion.
Die Erkrankung heilt in der Regel nach einer mehrwöchigen Erkrankungsphase komplett aus. Eine ursächliche Therapie ist derzeit nicht bekannt. Einzig wirksamer Schutz gegen die Hepatitis A ist die vorbeugende Impfung.
Empfohlen wird die Impfung unter anderem für:
- Reisende
- Kleinkinder vor Eintritt in eine Gemeinschaftseinrichtung
- spezielle Berufsgruppen (medizinisches Personal, Personal von Pflege- und Altersheimen, Laborangestellte, Reinigungspersonal, Kanalisationsarbeiter, etc.)
- alle in Lebensmittelbetrieben und in der Gastronomie tätigen Personen
