Meningokokken C

Eine lebensbedrohliche Infektion – für Kinder und Erwachsene

Meningokokken sind Bakterien, die Hirnhautentzündung (Meningitis) und Blutvergiftung (Sepsis) auslösen können. Ungefähr zehn Prozent aller Europäer tragen diese Keime im Nasen-Rachenraum ohne selbst krank zu sein. Die Übertragung erfolgt von Mensch zu Mensch über Tröpfchen (Niesen, Husten) oder durch engen Kontakt (z.B. Küssen). Die Meningokokken-Erkrankungen treten bei uns vor allem im Winter und Frühjahr auf.

Die Erkrankung betrifft in erster Linie Säuglinge und Kleinkinder, sowie Jugendliche zwischen 14 und 19 Jahren (enger Kontakt auf  Parties, in Discos, auf Ferienlagern, etc.). Erhöhte Ansteckungsgefahr besteht besonders in Gemeinschaftseinrichtungen wie Internaten, Schulen, Kindergärten oder ähnlichen Orten.

Die ersten Symptome einer Meningokokken-Erkrankung sind unspezifisch und daher schwer von anderen Infektionen zu unterscheiden. Es können zunächst hohes Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen auftreten. Weiters kann es zu Nackensteifigkeit, Lichtscheuheit sowie zu Benommenheit bis zur Bewusstseinstrübung kommen. Häufig treten rote, punktförmige Hautblutungen auf. Der „Glas-Test“ kann eine wichtige Diagnosehilfe sein: Wenn man mit einem durchsichtigen Trinkglas fest gegen die rot-violetten, punktförmigen Hautflecken drückt, verschwinden diese nicht (im Gegensatz zu anderen Ausschlägen). In diesem Fall sollte sofort ein Spital aufgesucht werden!

Die Prognose hängt von der frühzeitigen Diagnose und dem sofortigen Beginn der Therapie ab. Die Erkrankung kann innerhalb von Stunden tödlich verlaufen.
Gegen eine Meningokokken C-Erkrankung gibt es einen zuverlässigen Impfschutz. Gegen die B-Meningokokken gibt es derzeit keine Impfung, deswegen ist die rasche Früherkennung äußerst wichtig!

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